Johann Saathoff (MdB)

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Auf Anfrage von Greenpeace Ostfriesland hat sich der Bundestagsabgeordnete Herr Johann Saathoff, für den das Meer als „Kind der Küste“ eine besondere Bedeutung hat, gerne bereit erklärt, sich als Antarktisbotschafter für den Schutz des Südpolarmeeres einzusetzen. Eine entsprechende Deklaration von Greenpeace hat er am 01.08.2018 beim Treffen mit einigen Ehrenamtlichen von Greenpeace Ostfriesland unterzeichnet. Im Gespräch hat er deutlich gemacht, wie wichtig ihm die Einrichtung des weltgrößten Meeresschutzgebietes ist und in diesem Zusammenhang auch auf seine Rede vom 29. Juni 2018 zum Meeresschutzgebiet im Weddellmeer der Antarktis verwiesen:

https://www.johann-saathoff.de/2018/07/02/rede-vom-29-juni-2018-zum-schutz-des-weddelmeers-in-der-antarktis/

In seiner Rede führt er u. a. aus:

„Überall dort, wo sich der Mensch schon in die Natur eingemischt hat, müssen wir heute eine Balance zwischen dem Schutz und dem Nutzen herstellen. Wir tun dies leider viel zu oft auf Kosten der Natur.“

„Wenn wir im Weddellmeer Gutes tun, hat das auch positive Auswirkungen bei uns zu Hause.“

„Der Lebensraum ist einzigartig. Wir wollen, dass diese weitgehend unberührte Natur genauso bleibt, nämlich unberührt.“

„Das Schutzgebiet soll einen weiteren Baustein für den umfassenden Schutz sensibler Lebensräume darstellen.“

 

Greenpeace erläutert in diesem Zusammenhang:

Krillfischerei bedroht antarktisches Ökosystem

Das Greenpeace-Expeditionsschiff „Arctic Sunrise“ dokumentiert und erforscht seit Januar  mit einem Team aus Experten das sensible Ökosystem der Antarktis und seine Bedrohungen. Ein Greenpeace-Report zeigt, dass Krillfangflotten hauptsächlich dort fischen, wo auch Pinguine, Wale und Robben Nahrung für sich und ihren Nachwuchs suchen (http://act.gp/2oYAdLb). Der fortschreitende Klimawandel öffnet bislang mit Eis bedeckte Regionen für die industrielle Krill-Fischerei. Ein Großteil des Fangs wandert als Futter in die Fischzucht. Weitaus profitabler ist jedoch das wachsende Geschäft mit Krillöl zur Produktion von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln. Deutschland ist nach den USA und China der drittgrößte Markt. „Niemand muss auf Krill aus der Antarktis zurückgreifen, um seinen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zu decken. Es gibt Alternativen wie mit Fettsäuren angereichertes Leinöl oder Produkte auf Mikroalgenbasis“, so Maack.

Historische Entscheidung über das weltweit größte Meeresschutzgebiet der Welt

Über Meeresschutzgebiete im Südpolarmeer entscheidet die internationale Antarktis-Kommission CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources). Auf der nächsten Sitzung im Oktober steht ein Schutzgebiet für das antarktische Weddellmeer zur Abstimmung. Mit einer Fläche von 1,8 Quadratkilometern, also fünfmal so groß wie Deutschland, wäre es das bisher größte Meeresschutzgebiet weltweit. Greenpeace fordert, dass die neue Bundesregierung den von Deutschland eingebrachten Schutzgebietsvorschlag gegen Länder mit starken Fischereiinteressen wie Norwegen, China, Südkorea und Japan durchsetzt. Mehr als eine Million Menschen weltweit fordern mit einer Petition an die CCAMLR, dieses  Schutzgebiet zu beschließen.

 

Je mehr Menschen die Petition unterstützen, desto größer ist das politische Gewicht. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Greenpeace internationale Größen wie Javier Bardem, Helen Mirren und Gillian Anderson als Unterstützer gefunden hat. Genauso wichtig ist es aber auch, prominente Botschafter*innen vor Ort zu haben wie Herrn Saathoff, die den Bürger*innen die Augen öffnen und Mut machen, die Forderung von Greenpeace, das Weddellmeer-Schutzgebiet einzurichten, zu unterstützen.

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